"Führerschein" Eltern

Führerschein für Eltern! Gibt es so was heute auch schon?

Mit dieser Seite möchten wir Ihre Aufmerksamkeit für eine Thematik wecken, die sicherlich viele Eltern interessieren wird.

Der“Elternführerschein” soll Eltern in die Lage versetzen Zusammenhänge besser zu verstehen, Methoden und Techniken zu lernen und anzuwenden, die sonst nur in Beratungssituationen, Praxen und Institutionen stattfinden. Dabei "geben" die Eltern ihr Kind meistens "ab", damit es "behandelt" wird. Inzwischen ist heute klar, dass die Behandlung nur einer Person eines multikomplexen Systems, wie es die Familie darstellt, nicht ausreicht. Komplexe Ursachen haben multikausale Gründe und benötigen deshalb auch eine komplexe Lösung. Das kann eine einzelne Person oft nicht leisten

Es gibt positiv wirksame Erziehung, oder ?
Im Massachusetts Institut of Technologie wurde geschätzt, das 50% Geneinfluss, 0 Elterneinfluss und 50% Einfluss von unerforschten Begebenheiten (Zufälle) die Erziehung prägen.

  • Es  ist untersucht, dass schizophren belastete Kinder in positiven Familien nicht schizophren wurden.
  • Nichts prägt psychologisch die Kinder so sehr, wie das nicht gelebte Verhalten der Eltern (C .G. Jung).
  • Es gibt keine landesweite Erziehungskrise, aber es gibt Massen von verunsicherten Eltern und Lehrern.
  • Man sieht nur mit dem Herzen gut – Zeigen Sie mit dem Herzen, wie Ihr Kind “die Dinge selbst tun” lernt.
  • Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen –  Sie haben ein Recht auf Liebe, Strenge und Ordnung.
  • Wenn die Ziele groß sind, können die Schritte klein sein.
  • Eltern sind die besten Therapeuten für Ihre Kinder

18 wichtige Grundsätze für ein positives Elternverhalten

  • Geben Sie ruhige, klare Anweisungen  - stets in Augenhöhe Ihres Kindes.
  • Geben Sie positive Verstärkungen und ignorieren Sie bewusst ungewünschtes Verhalten.
  • Wenden Sie Punktesysteme zur Belohnung an.
  • Erwünschtes Verhalten fördern, statt unerwünschtes kritisieren.
  • Doppelbotschaften vermeiden (Zuerst Schimpfen, dann Bonbons).
  • In kleinen Dingen großzügig sein, bei Kernfähigkeiten (Gehorsam/Regeln) in Strenge und Liebe handeln.
  • Regelmäßig für Stille (Reizarmut) sorgen.
  • Fernsehkonsum strukturieren und zeitlich angemessen einschränken.
  • Vermeiden Sie Abwertungen und Schimpfworte.
  • Beobachten und zählen (nicht schätzen) sie das jeweilig relevante Verhalten genau.
  • Altes und neues Verhalten benennen und neue Schritte konsequent anerkennen.
  • Handeln Sie, statt zu predigen, zu ermahnen, zu drohen und zu moralisieren.
  • Verteilen Sie über den Tag häufig kleine Zeitspannen mit Zuwendung und Bejahung.
  • Sprechen Sie Regelverstöße direkt an und bewerten Sie nicht Erfahrungen.
  • Machen Sie deutlich, daß Konflikte Chancen zur Veränderung sind.
  • Vermeiden Sie Dramen, falsche Harmonie und chemische Beruhigungskeulen.
  • Fördern Sie Kontakte, statt Symbiosen – fördern Sie Rückzug, statt Isolation.
  • Trainieren Sie mit gleichgesinnten  Eltern Kommunikation und Interaktion mit Kindern, dann werden Ihre Kinder bessere Noten heim bringen.

Lieber leicht “Lernen” lernen!
Es gibt 18 Kategorien und 77 Fehlerursachen in verschiedenen Kombinationen

  • 15 % der schulpflichtigen Kinder sind Scheidungswaisen
  • 49 % Kinder unter 15 Jahren haben eine erwerbstätige Mutter
  • 17 % Kinder werden von einem Alleinerziehenden betreut

 
Weniger ist mehr, so will es unsere Gedächtnisstruktur. (ganz natürlich)

Zum Beispiel:
Aufgabe legen, kleben, zeichnen, stempeln, abzählen,..... damit es in die Gehirnzellen gelangt hilft mehrfaches Wiederholen.

(Grafik folgt)

Verteilen Sie in kleinere Einheiten.
36 Wörter nicht hintereinander, sondern in sechs Päckchen zu je sechs Wörtern lernen, mit einem Zwischenraum  von mindesten 20 Minuten.
Soviel Zeit brauchen die Reize um in Gedächtnismoleküle umgewandelt zu werden.

In fünf Minuten ein ganzes Buch!

Wenn ein Kind täglich fünf Vokabeln  (bei 250 Tagen p.A.) jeweils in fünf Minuten lernt, kann es am Schuljahresende 1250 Wörter.
Soviel sind in einem ganzen Jahrgangsbuch beim Sprachunterricht enthalten. Es müsste nur kurz wiederholt werden, täglich, wöchentlich, monatlich.
Rechtschreibübungen nicht mehr als 3 Wörter pro Tag. 

Mein Kind hat keine Freude beim Lernen

Bleiben Sie geduldig, Kinder sind in aller Regel durch die Natur mit genügend Intelligenz ausgestattet. Nehmen Sie ihr Kind ernst und vor allem, verstehen Sie die Entwicklung als einen Prozess des Werdens. Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen, Eltern dürfen Kinder ein Stück des Weges begleiten,  nicht mehr und nicht weniger. Wenn Sie der Meinung sind, ihr Kind hat etwas nicht begriffen, sorgen Sie dafür das ihr Kind es begreifen kann. (wirklich sinnlich spüren vom Anfassen bis ausprobieren)

Fragen Sie sich dann wie ein Detektiv, geduldig, forschend, vorsichtig:

  • Was kann mein Kind  besonders gut?
  • Welche Beschäftigung sucht sich mein Kind am liebsten?
  • Was vermeidet mein Kind eigentlich dauernd? 
  • Lernt mein Kind über Hinhören und Erklärungen?
  • Lernt mein Kind über Ausprobieren und Handeln?
  • Lernt mein Kind über Sehen und Schauen über Bilder und Filme?
  • Hat mein Kind ein gutes Selbstvertrauen?
  • Welche Misserfolge hatte mein Kind bisher?
  • Waren Familienmitglieder auch langsamer in bestimmten Entwicklungen?
  • Geht ihr Kind gern zur Schule?
  • Träumt ihr Kind vor sich hin und trödelt?
  • Gibt es zu Beginn von Hausaufgaben ständig Diskussionen?
  • Wie ist die allgemeine Stimmung bei den Hausaufgaben?
  • Hat ihr Kind Freunde und Hobbys?
  • Lernt ihr Kind gern?
  • Ist ihr Kind sprunghaft und ständig abgelenkt?
  • Ist ihr Kind überall oder nur in Teilbereichen überfordert?
  • Bemerken Sie, dass ihr Kind ausdauernd arbeiten kann?
  • Was tut ihr Kind am liebsten?
  • Wovon ist ihr Kind begeistert?
  • Wann hält ihr Kind sich leicht an Regeln?

Welche Belohnungen wirken nachhaltig?
   

  • Visualisierung von Anerkennung
  • Punktesysteme
  • Lernprotokoll
  • Zeitkontrolle
  • Belohnungsvorschuss
  • Lernblätter
  • Minutenschüler
  • Tages – Wochen – Monatsplan

 

 

In der Schule ein Flop, im Leben Top!

Spricht viel und oft
Ist ablenkbar
Stillsitzen fällt schwer
Zeigt Opposition
Lesen, Hören schwach
Bringt Dinge nicht zu Ende
Scheint zu träumen
Impulsivität
Im Verkauf unbedingt nötig
Bemerkt alles
Antrieb und Energiekräfte
Weiss was er will
Lernt durch Erfahrung
Gibt dafür neue Anstöße
Ist kreativ begabt
Hat schnelle Reaktion

 Negative Lehrer

Glauben einfach nicht an ADS
Kein Interesse an Schülern
Sind starr und unflexibel
Langweilig und unvorbereitet

 Positive Lehrer

Sind vom Fach begeistert
Unterrichten methodisch
Ermutigung statt Kritik
Sind gut vorbereitet & klar
Eltern sind die besten Therapeuten wenn Sie z.B.:
Wenn sie viele “Ja” Situationen mit ihren Kindern haben
Wenn sie zu Hause einen garantierten Heimathafen zulassen
Wenn sie ADS als Lebensprozess verstehen
Wenn sie Klarheit und Konsequenz statt Nörgeln zeigen
Wenn sie mit Arzt, Schule, Therapeut kooperieren
Wenn sie miteinander gedächtnisgerecht lernen
Wenn sie die Wahrnehmungsgrenzen des Kindes beachten
  

 

 

Hans – guck – in – die – Luft, Zappelphilipp  und  Träumer

Dr. Heinrich Hoffmann hat schon 1847 ein Kinderbuch veröf- fentlicht und über unartige, impulsive Kinder geschrieben, der Struwelpeter. Heute ist das Thema Aufmerksamkeitsstörung zu einer gesellschaftlichen Dimension angewachsen.
Eine amerikanische Psychiatervereinigung gab diesem zu beobachtenden Symptom die Bezeichnung ADHD (Attention Deficit Hyperactivity Disorder) und der Begriff erschien im Handbuch für Geisteskrankheiten. Schon nach einem Jahr gab es 500 000 Diagnosen dieser Krankheit bei Kindern.

  • Leichte Entmutigung
  • Tagträumereien
  • Konzentrationsmangel
  • Ablenkbarkeit
  • Lese Schreibschwäche   
  • Wahrnehmungsstörungen (Visuelle, taktile, auditive)
  • Unberechenbarkeit
  • Niedriege Frustrationsschwelle
  • Fehlendes Planungsverhalten
  • Bewegungsdrang
  • Gerechtigkeitssinn
  • Versagungsgefühle

   

Minderwertigkeitsgefühle

Dem gegenüber stehen  Eigenschaften wie, Hilfsbereitschaft, Fürsorge, Tierliebe, Neugier, Originalität, Charme, Künstlerische Begabung,  Detailgedächtnis z.B. bei Musikstücken.Die schulmedizinische  Antwort wird mit dem Betäubungsmittel Ritalin versucht. Dieses Mittel wirkt verlängert im Bereich der Synapsen eine Verlängerung der Wirkdauer von Dopamin und Noradrenalin. Eltern wird wohl die schnelle Wirkung als Hilfe signalisiert. Langzeituntersuchungen fehlen, Studien widersprechen sich.
Im Jahr 1995 wurden 0,7 Millionen -in  1999 bereits 31 Millionen Tabletten verabreicht. B1, B6, Kalzium, Omega 3Fettsäuren, Nachkerzenoel, Lezithin werden als nutritiver Ansatz empfohlen. Phosphate, künstliche Farb – Konservierungsstoffe, Aromastoffe, Salicylate (in Aprikosen, Erdbeeren, Gurken, Kirschen, Mandeln, rangen, Himbeeren Pflaumen, Rosinen, Tomaten, Trauben) können Einflüsse haben. Auf Schwermetalleinflüsse muss geachtet werden.